Private Altersvorsorge: schon als Berufseinsteiger beginnen

Die private Altersvorsorge ist bereits für Berufseinsteiger wichtig. Foto: detailblick , fotolia.de
Früh mit privater Altersvorsorge beginnen
Aber jeder muss daran denken, dass es auch vor der Rente ein Leben gibt. Demnach sollten, bevor das Sparen begonnen wird, eventuell bestehende Schulden beglichen sein, damit die oftmals hohen Kreditzinsen gespart werden können. Berufseinsteiger sollten auch erst einmal die existenzbedrohenden Risiken, beispielsweise Krankheit, Haftpflicht, Todesfall oder Berufsunfähigkeit durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung, absichern. Zweckmäßig ist auch ein Finanzpolster, welches auf einem Tagesgeldkonto angelegt und frei verfügbar ist. Dies lohnt sich auch, wenn man z.B. einen Kredit aufnehmen muss. Wichtig bei der Altersvorsorge ist es darauf zu achten, nicht nur flexibel sondern auch vom Staat gefördert wird.
Auch mit wenig Geld vorsorgen
Die laufenden Kosten für den Lebensunterhalt und die Risikovorsorge lassen bei vielen Berufseinsteigern kaum etwas für eine zusätzliche Altersvorsorge übrig. Einen Studenten Kredit oder Sofortkredite zurückzahlen kann darüberhinaus auch teuer sein. Andreas Gernt, Spezialist der Verbrauicherzentrale: auch mit wenig Geld kann man schon das Sparen beginnen. Dabei ist es aber wichtig, dass eine flexible Sparform gewählt wird, denn so kann die Sparrate je nach Einkommenshöhe nach unten oder oben angepasst werden. En weiterer Vorteil ist es, wenn über das Angesparte ohne erhebliche Verluste verfügt werden kann. Die Riester-Rente ist dabei für die Berufsanfänger das ideale Produkt, denn wer seinen Riester-Vertrag vorschriftsmäßig bespart, erhält jedes Jahr eine Zulage von 254 Euro. Ist der Berufseinsteiger noch keine 25, so erhält dieser noch einen zusätzlichen Einmalbonus von 200 Euro. Sollten bereits Kinder da sein, gibt es noch eine Kinderzulage in Höhe von 185 Euro pro Jahr, ist das Kind nach 2008 geboren, beträgt die Zulage 300 Euro. Weitere Informationen kann man bei einer persönlichen Finanzberatung erhalten.
Es muss aber aufgepasst werden und vor dem Abschluss des Riester-Vertrages müssen sich genaustens über die Förderbedingungen informiert werden, zudem sollten verschiedene Angebote geprüft und verglichen werden. Die Verbraucherzentrale bietet eine neutrale Riester-Beratung in verschiedenen Beratungsstellen an.
Geschenke nicht ablehnen
Die Entscheidung einer Altersvorsorge fällt oft leichter, wenn Zuschüsse vom Arbeitgeber angeboten werden, beispielsweise eine „Vermögenswirksame Leistung“. Es sollten Zuschüsse, welche unter bestimmten Bedingungen vom Staat zur allgemeinen Vermögensbildung geleistet werden, nicht abgelehnt werden. Dies gilt auch, wenn der Chef Zuschüsse zur Betriebsrente bezahlt. Jedoch sollten Berufseinsteiger sich nicht drängen lassen einen Vertrag abzuschließen, denn wenn der Arbeitsplatz gefährdet ist oder wenn der Job nach kurzer Zeit verloren wird, müssen Verluste hingenommen werden.
Keinesfalls sollten Berufsanfänger zu unflexiblen Vermögens- und Sparprodukten, beispielsweise Kapital bildende Lebensversicherungen, Fondspolicen, private Rentenversicherungen oder der Rürup Rente greifen, denn diese sind vollkommen ungeeignet.
Es gibt verschiedene Ratgeber, welche einen Einblick in die geeigneten Altersvorsorgen geben. Unter anderem auch bei der Verbraucherzentrale sind Ratgeber zur Riester Rente erhältlich.
Es kann kein Fehler sein, frühestmöglich mit der Altersvorsorge zu beginnen, denn wer weiß schon, wie die Rentenbeträge aussehen, wenn die jungen Menschen einmal Rentner werden. Weitere Informationen zum Thema Private Altersvorsorge kann man hier abrufen. Für Berufseinsteiger in München und Umgebung findet man Informationen auf folgender Seite: Anwalt für Arbeitsrecht in München.

Wow, super interessanter Beitrag. Man sollte meiner Meinung nach und genau wie Anfangs im Artikel beschrieben schon früh an das Thema denken und vor allem handeln! Aber einge Menschen machen sich da einfach viel zu wenig Gedanken…